Ökotourismus auf den Philippinen

Öko-Reiseführer für die Philippinen

Ökotourismus auf den Philippinen

Die Philippinen gehören zu den wertvollsten Biodiversitäts-Hubs der Welt und sind zunehmend ein beliebtes Ziel für Ökotourismus. Kein Wunder, denn die natürlichen Schätze des Archipels umfassen unberührte Korallenriffe, uralte Höhlen, idyllische Strände und einzigartige Felsformationen.

Nachhaltiger Tourismus trägt dazu bei, diese kostbaren Ökosysteme zu erhalten und das Bewusstsein für die besten Ökotourismus-Ziele der Philippinen zu schärfen. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Ökotourismus zu einer immer attraktiveren Option für umweltbewusste Reisende entwickelt, die auf ihre CO₂-Bilanz achten.

Auch Regierungen weltweit haben ihn als Mittel zur Einkommensgenerierung und Förderung der Nachhaltigkeit angenommen – und die Philippinen sind da keine Ausnahme. Als eines der 20 megabiodiversesten Länder der Welt bietet das Land nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für einen auf Naturschutz basierenden Tourismus. Üppige Regenwälder, funkelnde Ozeane und über 7000 Inseln warten auf den umweltbewussten Reisenden. Hier sind unsere Empfehlungen für die besten Ökotourismus-Ziele der Philippinen.

1. Masungi Georeserve, Rizal

Nur eine Stunde Fahrt von Manila entfernt liegt das Masungi Georeserve – eine unberührte Wildnis aus Wäldern und einzigartigen Felsformationen. Seit 2000 schützt die Regierung das Reservat, nachdem ein Bauunternehmen eine ungewöhnliche geologische Besonderheit entdeckt hatte. Nachdem sie eine Gruppe von massiven, gezackten Felsen gefunden hatten, erkundeten sie das Gebiet weiter und entdeckten weitere solcher steinernen Spitzenformationen.

Allerdings öffnete der Park erst 2015 seine Türen für die Öffentlichkeit. Seitdem ist Masungi ein Zufluchtsort für viele endemische und bedrohte Pflanzen und Tiere geworden. Naturschützer und Touristen gleichermaßen haben dieses außergewöhnliche Biodiversitätszentrum hoch gelobt. 2019 wurde das Masungi Georeserve von der Vereinten Nationen als eine der innovativsten und nachhaltigsten Tourismusinitiativen der Welt ausgezeichnet.

Masungi reserve

Der Discovery Trail ist wohl das Highlight des Reservats. Die Wanderung dauert hin und zurück etwa drei bis vier Stunden und führt zum ikonischen Sapot Ni Ric Aussichtspunkt. Diese netzartige Konstruktion bietet einen ununterbrochenen Blick über die Sierra Madre Berge und die markanten Felsformationen des Parks.

Das Wandern im Masungi Reservat ermöglicht es den Besuchern auch, seine schönen Pflanzen und Tiere zu entdecken. Besonders bemerkenswert ist die Vogelwelt, die seltene endemische Arten wie den Philippinen-Habichtadler und den indigo-bebänderten Eisvogel umfasst. Das Masungi Georeserve bleibt derzeit eines der besten Ökotourismus-Ziele der Philippinen.

Doch dieses unberührte Paradies ist ernsthaften Bedrohungen durch skrupellose Landprospektoren und korrupte Beamte ausgesetzt. Ein kleines, aber engagiertes Team von Naturschützern und Rangern schützt momentan das Georeservat, trotz der ständigen Gefahr eines gewalttätigen Gegenangriffs.

2. Puerto Princesa Subterranean River Nationalpark, Palawan

Dieser Nationalpark zählt zu den besten Ökotourismus-Zielen der Philippinen wegen seines 8,2 Kilometer langen unterirdischen Flusses. Der Fluss schlängelt sich durch ein riesiges Höhlensystem mit funkelnden Kalksteinformationen, steilen Klippen und kristallklarem Wasser. Er ist bis zu 4,3 Kilometer befahrbar und damit der längste bekannte unterirdische Fluss der Welt. In den Höhlen leben Tierarten wie Fledermäuse, Schwalben, Schlangen und riesige Spinnen.

Besucher können diese unterirdischen Kammern auf einer geführten Bootstour erkunden, die etwa eine Stunde dauert. Der Fluss ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und wurde 2012 als eines der Neuen Sieben Weltwunder ausgezeichnet. Weitere Ökotourismus-Aktivitäten umfassen Bootstouren durch die Mangrovensümpfe und Dschungelwanderungen. Beide Optionen ermöglichen es, die unberührte natürliche Umgebung des Parks zu schätzen. Halte Ausschau nach Wildtieren entlang des Weges, darunter Affen, Warane, Palawan-Hornvögel und blaugenickte Papageien.

3. Tubbataha Reefs Natural Park, Sulu-Meer

Der Tubbataha Reefs Natural Park ist Südostasiens einziger reiner Marinepark und ein erstklassiges Tauchziel. Er liegt mitten im Sulu-Meer und erstreckt sich über fast 1000 Quadratkilometer. 1993 erklärte die UNESCO ihn zum Weltkulturerbe, was ihn zum ersten Weltkulturerbe der Philippinen machte. Die Riffe sind die Heimat von 360 Korallenarten und einer erstaunlichen Vielfalt an anderen Meereslebewesen.

Zu den Bewohnern zählen Unechte Karettschildkröten und Grüne Meeresschildkröten, Delfine, Wale und über 600 Fischarten, darunter 11 Haiarten. Wegen der abgelegenen Lage des Schutzgebiets dauert es mindestens 10 bis 12 Stunden, um die Tubbataha Reefs zu erreichen. Doch diejenigen, die sich die Mühe machen, werden sehen, warum es eines der besten Ökotourismus-Ziele der Philippinen ist.

tubbataha reef nationalpark

4. Puka Shell Beach und Tambisaan Beach, Boracay Island

Die Insel Boracay ist zwar relativ klein, aber ihre unberührten Strände haben sie zu einem der besten Ökotourismus-Ziele der Philippinen gemacht. Es gibt 17 Strände, darunter den ikonischen White Beach mit seinem feinen weißen Sand und spektakulären Sonnenuntergängen. Wenn Du jedoch abgelegenere Strände bevorzugst, solltest Du Puka Shell Beach und Tambisaan Beach besuchen. Puka Shell Beach ist der nördlichste Strand Boracays. Hügel, die von dichten Dschungeln bedeckt sind, grenzen an den Strand, und weit weniger Menschen besuchen dieses Küstenteil.

Puka Shell Beach bietet Schönheit und Ruhe für diejenigen, die sich gerne von den Massen abseits halten. Freizeitmöglichkeiten umfassen Kajakfahren, Stand-Up-Paddeln, Schwimmen und Strandmassagen. Bei Einbruch der Dämmerung kannst Du vielleicht riesige Flughunde beobachten, die im umliegenden Wald nach Nahrung suchen.

Tambisaan Beach ist der beste Ort, um das einzigartige Meeresleben Boracays zu erleben. Beim Schnorcheln oder Tauchen nur 30 Meter vom Ufer entfernt kannst Du unzählige bunte Korallen, Fische und Krebstiere sehen. Ein weiteres ausgezeichnetes Tauchziel in dieser Gegend ist die Küste der Crocodile Island, die etwa 500 Meter von Tambisaan Bay entfernt liegt.

5. Chocolate Hills, Bohol Island

Über 50 Quadratkilometer im Inneren von Bohol Island erstreckt sich eine auffällige und ungewöhnliche geologische Formation. Die Chocolate Hills sind eine hügelige Serie von 1260 bis 1776 Hügeln und Hügelchen. Bislang gibt es keine endgültige Zahl für diese seltsamen konischen Landformen. Sehr wenig Vegetation wächst auf den Chocolate Hills aufgrund eines invasiven Unkrauts namens Cogongrass. Daher verfärben sie sich in der Trockenzeit tiefbraun.

Diese schokoladenartige Färbung schafft einen merkwürdigen landschaftlichen Kontrast zu den umgebenden Regenwäldern, die üppig und smaragdgrün sind. Eine lokale Legende beschreibt die Hügel als die Folge eines Kampfes zwischen zwei Riesen. Laut der Legende sind die Chocolate Hills das Ergebnis der Steine, die sie tagelang gegeneinander geworfen haben. Eine andere Geschichte besagt, dass die Hügel die Tränen eines Riesen sind, der um den Tod einer Frau trauerte, die er liebte.

Den Weg für den Ökotourismus ebnen

Der Bedarf, unseren Planeten mit bewussten und umweltfreundlichen Lösungen zu schützen, wird von Jahr zu Jahr dringlicher. Glücklicherweise treibt eine wachsende Gemeinschaft von umweltbewussten Reisenden, fortschrittlichen Regierungen und Naturschutzorganisationen den Ökotourismus voran. Und es gibt keinen besseren Ort, um Deine nachhaltigen Reisen zu beginnen als bei den besten Ökotourismus-Zielen der Philippinen.

Melde Dich für den Newsletter an

Mit Klick auf “Jetzt Abonnieren” abonniere ich den Conscious Explorer Newsletter mit allen Infos rund um bewusstes Reisen. Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters MailChimp, Protokollierung der Anmeldung und Deinen Wiederrufsrechten erhältst Du in unserer Datenschutzerklärung.